Nachrichten aus der Gemeinde

Blaulicht Gedanken - ONE WAY-Gottesdienst beim DRK

Gottesdienst in der Fahrzeughalle

Die Band

Warum muss jeder Gottesdienst in einer Kirche stattfinden? Ihre „One Way“-Jugendgottesdienste feiert die Evangelische Jugend Bünde auch an ungewöhnlichen Orten: in einem Freibad, in einer Friedhofskapelle und jetzt am Freitag, dem 9. März in der Wagenhalle des DRK in Bünde. Mehr als 100 Jugendliche – zumeist Konfirmandinnen und Konfirmanden der Lydia-Kirchengemeinde – nahmen daran teil.

Während in einem Teil der Halle noch Einsatzfahrzeuge und Anhänger des DRK standen, war der vordere Teil freigeräumt worden für einen kleinen improvisierten Altar, Bankreihen eine Videoleinwand und eine Lichtanlage. Außerdem war Platz geschaffen worden für die siebenköpfige Band, die den Gottesdienst musikalisch gestaltete.

Meist waren es bekannte Lieder aus dem Worship-Bereich wie „Wo du wohnst“, „Blessed be your Name“, „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ und „Segne uns oh Herr“, am Ende aber erklang auch das relative neue und textlich und musikalisch anspruchsvolle Lied „Warum feiern wir nicht?“

Mit Jolina und Sarah führten zwei Mitarbeiterinnen der Evangelischen Jugend durch den Gottesdienst – und die beiden hielten auch die kurze Predigt. Zu der führten hin Bilder, Interviews und Aktionen: Bilder von Menschen, die anderen helfen, Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DRK, die von ihrem Engagement berichteten, und eine Aktion, bei der Jugendliche andere Jugendliche mit Trage oder Rollstuhl durch die Halle bewegen sollten – Beispiele für alltägliche Hilfe. In ihrer Predigt beschrieben die beiden Mitarbeiterinnen die Notwendigkeit mitmenschlicher Hilfe und luden die Jugendlichen zum Engagement auf – zogen dann aber Parallelen zu Gottes Handeln: „So wie das DRK und andere Hilfsorganisationen helfen, so hilft uns auch Gott.“

An den wandte sich dann das Fürbittengebet, das Mitglieder des Gottesdienstkreises zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DRK sprachen. Nach Vaterunser, Segen und Ausgangsmusik gab es für die jugendlichen Besucher noch Durstlöscher, Karten mit der Jahreslosung und – für viele besonders wichtig – Unterschriften, die den Gottesdienstbesuch bestätigen. Denn der Besuch der Gottesdienstreihe gehört auch mit zum Konfirmandenunterricht in der Lydia-Gemeinde.

„Wir haben ein Konfi-Heft entwickelt, in dem spezielle Felder für die One-Way-Gottesdienste sind“, sagt Jugendreferent Christian Stöppelmann, der mit einem Kreis von derzeit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gottesdienste vorbereitet und organisiert, sich in der Durchführung meist im Hintergrund hält und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter agieren lässt.

„Die One-Way“-Reihe hat sich gut entwickelt“, sagt der Jugendreferent. Zunächst fanden die Gottesdienste in der Arche Noah statt, dazu kam jetzt der Wechsel an anderer Orte. Eine Zielgruppe sind die „Konfis“, aber nach Willen des Vorbereitungsteams soll es dabei nicht bleiben: Auch andere, die alternative Gottesdienstformen suchen, sollen angesprochen werden. Und so wird der nächste One-Way-Gottesdienst wieder in einer Kirche stattfinden – als Kooperation mit dem Familiengottesdienst „Laurentius um 11“. 

Bernd Höner, 14.03.2018

One Way-Gottesdienste

Diakon Christian Stöppelmann