Lydias Frühschichten um 6

zu FRIEDEN

Unter dem Motto zuFRIEDEN... finden die Frühschichten in diesem Jahr statt.

ZuFRIEDEN lernen, leben, teilen oder bei all dem, auch beim Teilen und Danken FRIEDEN empfinden, suchen und weitergeben. So dass am Ende alle im FRIEDEN WEITERGEHEN,  über Ostern in den neuen Frühling.

In Zeiten, in denen alles anders ist, kann die Frühschicht ab dem 20.03.2020 zu Hause auf andere Gedanken bringen.

FRÜHSCHICHT um 6: zuFRIEDEN weiter gehen - am 3. April 2020

Orgel: Herr ich komme zu dir

 

Ich nehme mir Zeit -
heute zu Hause
die Kirche bleibt leer –
wie überall –
Kein Gottesdienst bis Ende April,
nicht einmal zu Ostern!

Mit jedem Atemzug
löst sich ein Gedanke in mir,
geht seine eigenen Wege
lösen sich die Schatten meiner Angst
Jetzt bin ich ganz bei mir
bin ich zufrieden?

Zwischen  Hoffnung und Ängsten
fühle ich mich verbunden mit dir,
in Gottes Geist,
trotzen wir unseren Zweifeln.

Beginnen wir die Frühschicht zu Hause,
den Tag im Namen Gottes,
des Vaters, der Himmel und Erde gemacht hat
und in dessen Händen
Anfang und Ende unseres Lebens stehen,
im Namen des Sohnes,
in dem er uns seine Liebe gezeigt
und den Tod überwunden hat,
und im Namen des Heiligen Geistes,
der uns immer mehr zu dem werden lässt,
was wir sind:

Gottes Kinder. Amen.

 

Orgel: Halte uns fest

 

Wie kann ich leben jetzt?
Was ist mir wichtig?

Und was wird sein,
wenn das Leben danach weiter geht?

Danach?
Was nehme ich mit aus dieser Zeit?
Wie kann ich weitergehen
im Frieden mit Gott, zuFrieden mit mir?

Meine Angst, meine Sehnsucht und Hoffnung
nehme ich mit in den Tag.
Zufrieden weiter gehen?

Was sich als überflüssig erweist,
das lasse ich zurück
und was mir der Rede wert erscheint,
davon will ich erzählen,
das will ich allen zeigen.

Drei Atemzüge Stille – wenig - genug zum hineinhören in mich

Vom biblischen Hiob heißt es:

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt,
und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben.
Nachdem meine Haut noch so zerschlagen ist,
werde ich doch ohne mein Fleisch Gott sehen.
Ich selbst werde ihn sehen,
meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder.
Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.
Hiob 19, 25 - 27
 
Hiob leidet und weint,
Der fromme Hiob streitet mit Gott.
Ein anderer, der als fromm gilt, sagt mehr als tausend Jahre später:

Dieses Leben ist keine Frömmigkeit,
sondern ein Fromm-Werden.
Keine Gesundheit – sondern ein Gesund-Werden.
Keine Ruhe, sondern ein Üben...
Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg
... (Martin Luther)

Drei Atemzüge Stille – wenig - genug zum hineinhören in mich

Hiob fragt mit den Psalmen:

Wo bleibst du, Gott?
Wo bist du?
Schläfst du?
Fragen der Frömmigkeit
indem er sie ausspricht,
glaubt er,
dass sie nicht in echolose Abgründe fallen.

Gott zur Rede stellen,
das heißt schon
glauben,
das er hören kann.
Gelegentlich hat Gott unsere Fragen lieber
als die immer schon gehörten Antworten. (Fulbert Steffensky)

Also stellen wir Gott unsere Fragen,
schreien wir unsere Angst hinaus,
hören und singen wir Lieder der Hoffnung:


Orgel: Meine Hoffnung und meine Freude

 

Lasst uns beten:

Guter Gott,
öffne mir und uns an diesem Morgen die Augen neu,                           
für alles, was wir haben und  für alles, was ich tun kann.

Schenke meiner Fantasie Flügel der Hoffnung
zeige uns allen Bilder deiner neuen Welt, in die wir ziehen dürfen.
Zufrieden  und doch voller Fragen.

Es gibt immer noch Krieg und Hunger, Sterben und Einsamkeit
lass uns gemeinsam beten,
wie überall auf der Welt Menschen beten zu dir:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe,
 wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen,
denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Mit Gottes Segen gehe ich zufrieden weiter,
ich sehne mich nach Licht und Auferstehung, nach Ostern...

Gott, der Herr, schenke uns seinen Frieden.
Er lasse unser Herz zufrieden sein.
Er lege seinen Frieden auf alle, die krank und bedürftig sind.
Er segne uns: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Orgel: Kennst du das alte Lied

 

Und jetzt tun Sie zu Hause etwas für ihren Körper, frühstücken Sie,
damit Geist und Seele Lust haben, weiter darin zu wohnen.

Das Frühstück gehört zur Frühschicht.
Danken wir Gott für alle guten Gaben und alles, was wir haben.


Amen und Guten Appetit...