Wie es weitergehen kann...

Nachdem die Außenrenovierung in diesem Jahr zum Abschluss kommen wird, stehen jetzt die Überlegungen zur Innenrenovierung, die wir im Presbyterium schon vor mehr als vier Jahren begonnen hatten und die aufgrund der baulichen Reihenfolge der Renovierung – zuerst außen, dann innen - zurückgestellt wurden, auf der Agenda.

Die Innenrenovierung könnte ab Frühjahr 2016 losgehen. Nach erneuter Vorstellung eines Konzeptes der Innenarchitektin Elke Upmeier zu Belzen arbeitet eine kleine Gruppe aus dem Kreis des Presbyteriums an den Vorschlägen der Architektin zur Neugestaltung des Innenraums. Keine Angst: Neugestaltung meint nicht, dass Altes ohne Notwendigkeit ersetzt wird durch Neues. Nichts, was den Innenraum bisher schmückte und für viele Gemeindemitglieder und Bünder Bürger von Bedeutung ist, soll einfach ersetzt werden.

Neugestaltung meint in erster Linie, dass das, was in den Jahren kaputt gegangen ist, saniert wird. Das betrifft vor allem das Mauerwerk. Weiter soll mit neuer Beleuchtung und frischer Farbe der Innenraum wieder heller werden. Die neue Lautsprecheranlage, die bisher nur provisorisch bis nach der Innenrenovierung angebracht wurde, tut schon heute ihre guten Dienste.

Darin aber liegt der Knackpunkt: Wir denken und fühlen nicht alle gleich. Für jede Veränderung, von der Architektin vorgeschlagen gibt es Zustimmung und Ablehnung, Vorteile und Nachteile, die es gegeneinander abzuwägen gilt.

Übrigens, an jeder alten Kirche wurden im Laufe der Jahrhunderte Veränderungen vorgenommen, mal um dem Zeitgeist, dem Geschmack oder den gegenwärtigen Bedürfnissen zu entsprechen. So entstand u. a. aus Platzgründen das linke Seitenschiff mit der großen Empore.

So wurde der Innenraum erst spät mit Kirchenbänken ausgestattet als es „Mode“ wurde, dem Gottesdienst sitzend beizuwohnen.

So entstand der Altar mit dem Bild der Abendmahlsszene im reich verzierten Rahmen und Holzgeländer rechts und links der Altarstufen vor etwas mehr als hundert Jahren.

Die Arbeiten von fast tausend Jahren wollen wir respektieren und gleichzeitig mit der jetzt anstehenden Innenrenovierung gegenwärtigen Bedürfnissen bei Gottesdiensten, Veranstaltungen und Kirchenbesuchern entsprechen.

Eine mit hoher Wahrscheinlichkeit von allen begrüßte Veränderung wird es geben: Das lang vernachlässigte und mehr oder weniger zum Abstellraum verkommene Süd schiff (rechts vom Altarraum) soll für verschiedenste Aktivitäten – Meditationen, Taufgottesdiensten mit wenigen Teilnehmern und große Gottesdienste, bei denen jeder Platz in der Kirche benötigt wird, flexibel mit Stühlen ausgestattet reaktiviert werden.

Gegen diese Bereicherung hat sicher niemand etwas einzuwenden.

Elisabeth Steinmeier

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Das Fortschreiten der Renovierungsarbeiten an der Außenseite der Laurentiuskirche lässt sich gut verfolgen. Zwischen den Planen am Turm zeigt sich noch der die alte graue Farbe, während sie an den Wänden daneben klar und sauber erstrahlt. Foto: Sigrid Höpker

In der Kirche "fällt überall der Putz von den Wänden". Besonders "schön" zu sehen im Altarraum.

Putzschaden im Altarraum

Die Bänke unterhalb der Kanzel bleiben oft mit guten Gründen leer. In der Überlegung ist jetzt, die Bänke gegen Stühle auszutauschen, zumindest im mittleren Bereich. Und eventuell bekommt die Kanzel einen neuen Platz. Foto:Silke Reinmuth