Nachrichten aus der Gemeinde

Wer die Wahl hat ...

„Wer die Wahl hat, hat die Qual!“ – habe ich ehrlich gesagt gedacht, als ich von den letzten Wahlen hörte. Und wie dann alle herum geeiert haben, um ihre Entscheidungen zu begründen. Alles sehr schwierig offenbar – besonders für diejenigen, die wählen sollen und irgendwie so gar keinen Plan haben.  Ich weiß, wovon ich rede, denn auch in der Kirche wird manchmal gewählt. Also, Sie dürfen wählen, demnächst, rund um unsere Gottesdienste am ersten Märzwochenende, das Presbyterium, den Vorstand der evangelischen Lydia-Kirchengemeinde in Bünde und Südlengern.  17 Leute stehen zur Wahl, 16 Plätze sind zu besetzen, so groß ist unser Vorstand plus vier Pfarrerinnen und Pfarrer und alle zusammen entscheiden über alles, was uns möglich ist.

Manchmal gibt es längere Diskussionen, wie in der Politik, gerade wenn es ums Geld geht. Denn dahinter steckt ja immer die Frage, was ist mir wichtig und was dem anderen? Manches fällt schwer zu entscheiden, wie das Projekt „Arche unterwegs“, bei dem wir derzeit nach bestem Wissen und Gewissen die Dinge sortieren, die jetzt anstehen. Am Ende wird immer abgestimmt und da zählt dann die Mehrheit. Ganz demokratisch!

Jetzt haben Sie also die Wahl! Auf dem Stimmzettel dürfen Sie bis zu 16 Namen ankreuzen. Das ist viel und wer einfach alle ankreuzt, macht seine Stimme damit leider ungültig. Weniger geht aber, jeder darf auf sein Recht verzichten. Auch das ist Demokratie.

Aber was ist mit denen, die am Wahltag gar nicht kommen können? Kein Problem, ab Montag werden die Unterlagen für die Briefwahlen rausgeschickt. Einfach im Gemeindebüro anrufen: 1 00 69 und schon guckt die freundliche Dame nach, ob Sie zur Lydia-Gemeinde gehören und da wählen dürfen. Das sind z.B. alle über 14, die meistens auch konfirmiert sind. Mit 14 wird ein Kind religionsmündig, sagt das Gesetz und die Kirchenordnung schließt sich da an. Auch, wer noch nicht konfirmiert aber schon 14 ist, darf wählen. Manchmal leuchten eben pragmatische Entscheidungen mehr ein als andere.

In der Kirche gibt es diese Form der Mitbestimmung übrigens schon viel länger als in der Politik. Dafür ist manches anders. Im Grunde geht es immer darum, dass alle gemeinsam die Verantwortung tragen. Und nicht einer allein für alle anderen. Weil Gott größer ist als alles, was ich allein schultern kann. Und weil Gott die Dinge des Alltags denen überlässt, die er nach seinem Bilde geschaffen hat. Wenn wir gemeinsam Dinge auf den Weg bringen, die anderen ebenso wie mir selbst helfen, Gott zu begegnen, dann öffnen sich viele Fenster zum Himmel und das Leben wird heller und klarer. Gilt übrigens für alle Wahlentscheidungen, die zu treffen sind, wann und wo auch immer. Eine gute Wahl – in allen Dingen des Lebens – wünscht Ihnen

Ihre Pastorin Silke Reinmuth

ANGEDACHT 2019

FebruarSieghard FlömerEinfach mal versuchen!
MärzSieghard Flömer

Was soll das schon bringen?

JuniSilke ReinmuthWas für ein Vertrauen...
AugustRainer WilmerBraucht die Nächste ein Gesicht?
SeptemberAnnina LigniezStay soft oder weinen erwünscht!
DezemberClaudia GüntherUnter den Wolken: Licht-Zeit